KI realistisch darstellen: Better Images of AI
29.08.2024 |
In der öffentlichen Medienlandschaft und im Marketing wird Künstliche Intelligenz (KI) oft durch Bilder von Robotern oder technisch verbesserten und erweiterten Menschen dargestellt. Warum das nicht die beste Option ist, die KI zu visualisieren und welche Alternativen es gibt, umreißt Tanja Köglmeier von Fachstelle Medien und Digitales in Regensburg.
In der öffentlichen Medienlandschaft und im Marketing wird Künstliche Intelligenz (KI) oft durch Bilder von Robotern oder technisch verbesserten und erweiterten Menschen dargestellt. Diese Visualisierungen sind jedoch oft irreführend, verbreiten Klischees und können Ängste schüren.
Außerdem entsprechen diese Bilder selten der Realität der KI, die sie darstellen sollen.
Die Initiative "Better Images of AI" setzt sich für eine realitätsnähere Darstellung von KI ein. Statt Science-Fiction-Szenarien zeigt sie Menschen, die an Computern arbeiten und KI-Systeme bedienen oder visualisiert Datenströme aus Nullen und Einsen statt der visuellen Berührung von Mensch und KI im Stil von Michelangelos „Erschaffung Adams“. Unter www.betterimagesofai.org finden sich zahlreiche Bilder, die unter Creative-Commons-Lizenzen frei verwendet werden können.
Von diesen Bildern können zudem weitere Impulse für die digitale Pastoral ausgehen: Von einer technikzentrierten Denkweise kann mit Hilfe vieler dieser Bilder wieder eine menschenzentrierte Perspektive eingenommen werden. Schließlich ist es der Mensch, der KI entwickelt, einsetzt und ethisch verantworten muss.
Damit wird auch das christliche Verständnis des Menschen bzw. eines Lebewesens als Einheit von Leib und Seele betont. Denn was bedeutet es für das Verständnis der menschlichen Leiblichkeit, wenn im Zusammenhang mit KI fast nur körperlose Darstellungen verwendet verwenden?
Autorin: Tanja Köglmeier, Fachstelle Medien und Digitales in Regensburg
