Initiative für einen handlungsfähigen Staat – Reformen für eine starke Demokratie

21.07.2025 |

Noch immer sind wir in Deutschland den einen oder anderen Schritt hintendran, was die Digitalisierung betrifft. Um dies zu ändern gab es die Initiative für einen handlungsfähigen Staat, die das Ziel hatte, die Effizienz und Bürgernähe der deutschen Verwaltung durch umfassende Reformen zu stärken.

Gegründet wurde diese Initiative von der Medienmanagerin und Aufsichtsrätin Julia Jäkel, den früheren Bundesministern Peer Steinbrück und Thomas de Maizière sowie dem ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat für das Vorhaben die Schirmherrschaft übernommen. Die vier Initiatorinnen und Initiatoren wurden dabei von einer Gruppe von über 50 erfahrenen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft unterstützt. Ergänzt wurde diese Gruppe von Dialogformaten mit Studierenden und Alumni der Hertie School und Bucerius Law School, insbesondere jüngeren Praktiker aus dem öffentlichen Sektor.
 
Abschlussbericht zur Staatsreform
Der Abschlussbericht der Initiative für einen handlungsfähigen Staat wurde am 14. Juli 2025 durch die vier Initiatoren an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergeben, den Schirmherren der Initiative. Im Bericht heißt es unter anderem: „Würde nur die Hälfte dieser Vorhaben umgesetzt, wäre dieses Land ein anderes Land.“
„Die Initiative für einen handlungsfähigen Staat verdankt ihren Erfolg vor allem auch der Zusammenarbeit ganz unterschiedlicher Akteure, insbesondere auch den vielen Expertinnen und Experten, die Wissen und Ideen beigesteuert haben. Nun ist die neue Regierung am Zuge“, sagt Annette Schavan, Vorstandsvorsitzende der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Dies könnte aber auch einen weiteren Kreis ziehen, denn auch kirchliche Strukturen könnten noch eine digitale Entwicklung vertragen und damit unsere Gesellschaft prägen. Und deshalb ist dieser Abschlussbericht auch eine interessante Lektüre für kirchliche Akteure. Verwaltung gibt es auch hier, die entwickelt werden sollte und auch die Interaktion zwischen Institution und Personen bedarf neuer Prozesse und Begegnungsmöglichkeiten, die durch digitale Möglichkeiten positiv geprägt werden könnten.
 
Somit bietet der Abschlussbericht Impulse, die wir lesen sollten. Herzliche Einladung dazu!
 
Der Abschlussbericht wird am 12. August 2025 als Buch im Herder Verlag erscheinen. Eine digitale Version findet sich hier: