Versöhnung ist möglich

13.10.2026 |

Die Reportage "Der talentierte Mr. F" zeigt die ungewöhnliche Geschichte von zwei Studenten, deren Film gestohlen wurde

Stellen Sie sich vor, Sie schreiben eine Abschlussarbeit. Sie stecken sehr viel Zeit in die Recherche, überlegen sich eine sinnvolle Gliederung, achten auf fachlich korrekte Formulierungen und die Rechtschreibung. Sogar das Layout soll gut aussehen.
Am Ende sind Sie wirklich zufrieden und reichen ihre Arbeit ein.
Tatsächlich wird sie gut bewertet und damit sind Sie auch erst einmal zufrieden und haben das Projekt für sich abgeschlossen.
Doch nach einiger Zeit entdecken Sie ein Buch, in dem genau Ihre Arbeit mit ein paar kleinen Änderungen veröffentlicht wurde. Das Fachbuch wird gepriesen und bekommt Preise - aber als Autor sind nicht Sie angegeben, sondern jemand ganz anderes. Jemand, von dem Sie noch nie gehört haben und der auf der anderen Seite des Planeten lebt.
 
Klingt unrealistisch? Etwas ähnliches ist jedoch den deutschen Filmemachern Julius und Moritz passiert. Die Reportage „Der talentierte Mister F.“ begleitet sie auf der Suche nach demjenigen, der Ihr Werk als seines verkauft. Sie wollen wissen, wie er an ihren Film gekommen ist, was ihn angetrieben hat. Was bewegt jemanden dazu, das Werk eines anderen zu nutzen und als sein eigenes zu veröffentlichen? Was ist das für ein Mensch?
 
Tatsächlich kommt es zu einer Begegnung, doch diese endet anders, als man es vielleicht erwarten würde. Es endet nicht mit Streit, Konflikt oder einem Gerichtsurteil. Im Gegenteil: Das Ende zeigt, dass man sich auch mit Menschen versöhnen kann, die man eigentlich hassen könnte. 
 
Wer die ganze Geschichte sehen möchte, kann sich den Film in der ARD Mediathek anschauen.
Er eignet sich auch für den Einsatz im Religionsunterricht in einer der höheren Klassen oder für die Firmvorbereitung.
Ansprechperson

Magdalena Sauter

Diözesanbeauftragte für Internetseelsorge und Digitale Pastoral im Bistum Würzburg